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Whirlpool verliert Wasser – Leck finden

Bevor Sie ein Leck suchen: Prüfen Sie zuerst, ob es überhaupt eines gibt. Ein erheblicher Teil der gemeldeten «Wasserverluste» ist Verdunstung oder Verschleppung.

1. Wie viel verlieren Sie wirklich?

Ein offener Whirlpool verdunstet je nach Temperatur und Wetter mehrere Zentimeter pro Woche. Dazu kommt, was beim Ein- und Aussteigen mitgeht – bei häufiger Nutzung schnell ein paar Liter pro Bad.

Als Faustregel: Bis etwa 2,5 cm pro Woche ist normal. Alles darüber sollte man sich ansehen.

Der Eimertest

So unterscheiden Sie Verdunstung von einem echten Leck:

  1. Stellen Sie einen Eimer auf eine Stufe im Pool, sodass er sicher steht.
  2. Füllen Sie den Eimer mit Poolwasser, bis der Pegel innen und aussen exakt gleich hoch ist.
  3. Markieren Sie beide Pegel mit Klebeband.
  4. Nach 24 Stunden vergleichen. Beide gleich stark gesunken heisst: Verdunstung, alles in Ordnung. Der Pool steht tiefer als der Eimer heisst: Es gibt ein Leck.

Lassen Sie den Pool während des Tests abgedeckt und nutzen Sie ihn nicht.

2. Wo sinkt der Pegel?

Der Punkt, an dem das Wasser stehen bleibt, verrät viel:

  • Der Pegel bleibt knapp unter der Wasserlinie stehen. Dann liegt das Leck im oberen Bereich – oft an einer Düse, am Skimmer oder am Übergang zur Verkleidung.
  • Der Pegel bleibt auf Höhe der Ansaugung stehen. Deutet auf ein Leck an der Ansaugung oder am Filtergehäuse hin.
  • Der Pool läuft ganz leer. Dann sitzt das Leck tief – meistens an einer Verschraubung an Pumpe oder Heizung, seltener in der Wanne selbst.

3. Was Sie selbst prüfen können

Öffnen Sie die Wartungsklappe – nicht den Elektrokasten – und leuchten Sie mit einer Taschenlampe hinein. Achten Sie auf:

  • feuchte oder tropfende Stellen an den Verschraubungen von Pumpe und Heizung
  • weisse Kalkspuren oder Kalkränder, die auf einen länger bestehenden Tropfverlust hinweisen
  • durchnässte Isolierung – ein deutlicher Hinweis, dass das Wasser dort schon länger austritt
  • Wasser, das sich unter dem Pool sammelt oder auf einer Seite herausläuft

Machen Sie Fotos von allem, was Ihnen auffällt. Das spart beim Servicetermin Zeit.

Nicht selbst nachziehen. Die Verschraubungen an Pumpen und Heizungen sind aus Kunststoff und werden von Hand angezogen. Mit der Rohrzange gedreht reissen sie – aus einem tropfenden Anschluss wird dann ein Bauteil, das ersetzt werden muss.

4. Wie wir das Leck finden

Die Verkleidung wird geöffnet, bei Bedarf die Isolierung punktuell entfernt. Bei den meisten Whirlpools liegen die Leitungen dahinter, sind aber verschäumt – deshalb ist die Suche der aufwendigere Teil, nicht die Reparatur.

In der Reihenfolge der Häufigkeit finden wir: undichte Verschraubungen an Pumpe oder Heizung, gealterte Dichtungen an Düsen, Haarrisse an Verbindungsstücken und – deutlich seltener – Risse in der Acrylwanne.

Warum Sie nicht zuwarten sollten

Ein Leck bleibt selten ein Leck. Austretendes Wasser durchnässt die Isolierung, und nasse Isolierung dämmt nicht mehr – die Heizkosten steigen spürbar. Im Winter gefriert das Wasser in der Isolierung und drückt Leitungen auseinander. Und wenn die Pumpe Luft zieht, weil der Pegel zu tief steht, läuft sie trocken und ist innerhalb kurzer Zeit hin.

Ein tropfender Anschluss ist ein günstiger Serviceeinsatz. Derselbe Anschluss ein halbes Jahr später kann eine Pumpe, ein Heizelement und eine neue Isolierung bedeuten.

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